• Merfyn

… Morael


Mein Weg führt mich weiter. Ich befinde mich irgendwo in der Wildnis. Dennoch weigere ich mich zu behaupten, ich hätte mich verlaufen. Als Dämonenbote derartiges einzugestehen ist unmöglich. Zudem mache ich zwischen den Bäumen ein Feuer aus, welchem ich mich vorsichtig nähere.

„Komm näher, Wanderer und setz dich zu mir an Feuer.“

„Danke. Ich bin schon den ganzen Tag unterwegs.“

„Wo soll es denn hingehen?“

„Südlich. Und Ihr?“

„Ebenfalls in den Süden. Mich erwarten einige geschäftliche Dinge.“

„Ja, derartiges scheint im Moment jeden umzutreiben – das Geschäft meine ich.“

„Allerdings. Manches kann man keinem Boten auftragen, weil es nur selbst erledigt werden kann. Anderes wird einem untersagt und man kommt dem unausgesprochenen Wunsch seines Herrn dennoch nach.“

„Ach ja? Kann ich nicht behaupten.“

„Nein? Tja, dann bist du wohl einer von denen, die sich glücklich schätzen dürfen. Den wenigsten von uns ist das vergönnt und seitdem die Dämonenfürsten auf den einen Tag warten scheint ohnehin alles Kopf zu stehen.“

„Auf den einen Tag?“

„Du weißt doch, die Zusammenkunft. Das große Ereignis. Etwas das unbedingt verhindert gehört und manchmal muss man dafür zu drastischen Mitteln greifen, obwohl einem dadurch das Herz beginnt zu bluten, weil man für den Krieg nichts übrig hat.“

Mir dämmert allmählich an wessen Feuer ich mich hier niedergelassen habe. Morael. Am besten versuche ich so schnell als möglich das Weite zu suchen. Es kann nur zum Vorteil für meine Gesundheit sein. Aus diesem Grund erhebe ich mich gemächlich, nicke und verschwinde hinter einen Baum in der Hoffnung, dass mein Gegenüber zu der Überzeugung gelangt ich müsse mal eben Wasser lassen. Tatsächlich renne ich viel mehr als wäre der Teufel hinter mir her. Vielleicht mag das jetzt übertrieben wirken. Aber lest besser mal im Buch nach, was es mit Morael auf sich hat. Bis dahin laufe ich weiter und renne dem nächsten Mittwoch und dem kommenden Gast entgegen.

#Merfynfragt

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