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Buchvorstellung: Das Blühen der Finsternis von Florian Lang


Bei einem Debütroman ist ja immer die Frage vorhanden, wie sehr es der Autor schafft den Leser in seinen Bann zu ziehen. Bei "Das Blühen der Finsternis" ist das mit dem in den Bann ziehen nicht nur auf die Erzählweise gemünzt, sondern auch auf die Handlung. Denn in diesem Roman wird man Zaungast des Monsterfestivals in den Staaten.


Der Einstieg erfolgt dabei als eine erste Rückblende in die Gründungsjahre dieses besagten Musicfestivals. Ein ruhiger Einstieg, der an das Intro eines Songalbums erinnert. Hier begleiten wir Ken auf seinem Weg, um dann recht schnell bei Mickey Hutton und seiner Band zu landen. Bei dieser ersten Begegnung geschieht im Grunde noch nicht viel und doch hat sie bereits eine gewisse Bedeutung für den weiteren Handlungsverlauf, denn Mickey wird dem Leser hier auf eine sehr besondere Art dargestellt, bei der man beinahe dem Gefühl erliegt einen Magier an der Gitarre gegenüberzustehen.


Zur gleichen Zeit führt der Autor den Protagonisten Professor Price ein - seines Zeichens ein Dämonologieexperte, welcher den Leser und seine Assistentin Audrey mit einigem an Fachwissen überrennt. Besonders abgesehen hat es Price dabei auf eine bestimmte Triologie, welche sich mit Dämonen und ihren Verhaltenszügen befasst.

An dieser Stelle wird bereits klar, in welche Richtung sich das Festival im Laufe der Zeit entwickeln wird und muss. Dabei rundet sich das Bild ab, wie es auf einer solchen Veranstaltung zugeht, wenn man Chad, Brenda und ihren Bruder auf diesem Trip begleitet.


Vergleicht man die Story an dieser Stelle mit einem Musikalbum befindet man sich auf dem ansteigenden Punkt eines Gitarrensolos, welches immer mal wieder mit Einschüben und somit Auszügen aus jenem Werk gespickt wird, welches Price so sehnsüchtig begehrt.

Hier gewinnt die Handlung auch an Fahrt, da man auf den ausklingenden Höhepunkt zusteuert. An dieser Stelle zeigt uns der Autor noch mal alle menschlichen Facetten und Ereignisse, welche das Buch zu einem Abschluss bringen, der in seiner Weise offen gehalten ist. Das bietet durchaus Spielraum zu dem Gedanken, dass hier möglicherweise noch etwas kommen könnte. Auf der anderen Seite kann man es sich kaum vorstellen. Es ist wie bei einem Song, wo man weiß die Story kann nicht weiter erzählt werden und trotzdem bleiben einige Fragen und Überlegungen offen.


So gelungen, abwechslungsreich und spannend die GEschichte erzählt ist, so muss man doch auch sagen, dass eine Zeitangabe bei den Kapiteln doch auch hilfreich gewesen wäre. Manche Ereignisse geschehen entweder gleichzeitig oder doch einige Tage im Voraus zum Festival. Hier muss man schon auf dem Sprung bleiben, um den Anschluss nicht zu verlieren.

Was andererseits kaum wieder möglich ist, da man das Buch nicht aus der Hand legen will. Denn wie Mickey ist man getrieben herauszufinden, wie es weitergeht, oder im Fall des Gitarristen, wie weit er sein Stück noch ausreizen kann.


Fazit: In einer Zeit wo Festivals gerade nicht groß gesäht sind ist dieses Buch eine willkommene Gelegenheit in eben diese Situation abzutauchen und sich zugleich mit den Dämonen der Menschheit zu befassen.

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