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Buchvorstellung: Nightmare Alley von William Lindsay Gresham

  • hoellenfuerstin
  • 25. Mai 2020
  • 1 Min. Lesezeit

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Als amerikanischer Traum vom großen Geld, Macht und Ansehen wird dieses Buch verkauft. Und genau das hält es auch, was es verspricht. 


Stanton Carlislie agiert als Hauptprotagonist, dessen Anfänge und Ende der Leser begleitet. Dabei beginnt alles relativ harmlos auf einem Jahrmarkt und wird bald zu einem wirren Chaos des Lebens, bei welchem dem Leser an einigen Stellen wahre Gedankensprünge auferlegt werden.


Genau hier offenbart sich ein Manko: Das Buch lässt sich nicht so einfach beiseite legen, um irgendwann wieder hervorgeholt zu werden. Also groß sind die Zeitsprünge, welche in dem Sinne nicht gekennzeichnet sind und erst bei genauerem Lesen deutlich werden.


Dagegen schafft es der Autor hervorragend das ausgeprägte Talent von Stanton in den Fokus zu drängen. Seine Redegewandtheit zeigt das Leben eines wahren Vagabunden. Dabei kommt es auch immer wieder zu kurzen Einschüben aus seiner Kindheit, während der Sprung zurück in die eigentliche Handlung schon wieder dabei ist die Geschichte weiter zu treiben. Genauso erscheint der Hauptprotagonist nämlich, getrieben und unruhig, bis er am Ende der Geschichte angelangt und sich hier der Kreis um ihn einmal mehr schließt.


Obwohl viele weitere Figuren mit ihren Hintergrundgeschichten auftauchen verbleiben viele doch eher in einer blassen Erinnerung. Denn im Grunde will der Autor hier auf eines ganz klar hinaus: Auf jeden Höhenflug folgt ein umso tieferer Sturz, wenn man nicht aufpasst.


Fazit: Das Cover mag an einen Fantasyroman erinnern. Letztlich bekommt der Leser einen Gesellschaftsroman präsentiert, welcher aus Höhen und Tiefen des menschlichen Lebens besteht. Auf bizarre Weise interessant verfasst und zudem äußerst real geschildert.

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