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Merfyn fragt - Protagonisteninterview zum 5. Band 21/26


Der König hat nicht zu viel versprochen. Ich werde tatsächlich durch die Stadt eskortiert. Von keinem anderen als Beball und einer Legion bestehend aus gefallenen Engeln und Dämonen. Scheinbar einige von Paimons Anhängern.


„Warum konnte ich die Stadt nicht einfach alleine verlassen?“

„Das konntest du sehr wohl, Merfyn. Doch genauso ist mir bekannt, dass du vielen von uns deine Fragen stellen willst. Erleichtere ich dir somit nicht die Arbeit, wenn ich die selbst aufsuche?“


„Mag sein. Erklär mir mal warum man hier niemanden auf der Straße sieht.“

„Die Leute arbeiten auf den Feldern.“


„Also Sklaven?“

„Dir sollte klar sein, dass die Sklaverei ein Relikt aus der ersten Herrscherzeit war. Wir haben davon Abstand genommen. König Paimon war sogar einer der ersten, der dem Ruf nach der Unterschrift gefolgt ist. Es hat das Leben der Bewohner erleichtert.“


„Sein eigenes auch? Man erfährt ja doch einige Überraschungen.“

„Du hast ihn gesehen, Merfyn. Er ist … Unser König hatte es nie sonderlich leicht. Er galt immer als Sonderling unter den Dämonenfürsten. Dabei besitzt er mit eine der größten Legionen und bereits eine Vielzahl von Fürsten trat irgendwann vor ihn, um deren Hilfeleistung in einem Krieg zu gewähren.“


„Etwas womit er nicht sonderlich freigiebig umgeht, nicht wahr?“

„Warum sollte er auch? Er muss sich in solchen Fällen stets für eine Seite entscheiden und seine Dämonen in eine Schlacht führen, aus der so mancher nicht zurückkehrt. Es ist demnach nur gerecht, dass er sich das Recht herausnimmt und in vielen Fällen dem Wunsch nicht nachkommt. Derartiges erspart eine Menge Ärger.“


„Du selbst erlebst auch einiges und das noch dazu nicht alleine.“

„Ein unbedeutender Faktor. Das Ergebnis läuft auf etwas Anderes hinaus und das wusste ich bereits von der ersten Sekunde an, als die Rede davon war.“


„Warst du in dem Punkt nicht beleidigt?“

„Wieso? Ich bekam worum ich bat und alles andere lag hinterher nicht mehr in meinen Händen. Wir sind übrigens da. Von hier aus wirst du alleine deinen Weg weitergehen. Ich wünsche dir viel Glück dabei, Merfyn.“


„Danke.“


Ich muss sagen, ein äußerst angenehmer Zeitgenosse dieser Beball. Ich bin ja mal gespannt ob ich das auf meinen nächsten Gesprächspartner ebenfalls anwenden werde können. Die Zuversicht beflügelt meine Schritte und ich eile dem nächsten Mittwoch entgegen, bei dem ihr hoffentlich ebenfalls wieder dabei sein werdet.

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